In der Salzgrotte

Bonn Femmes Netzwerktreffen in der Rheidter Salzgrotte

Die Rheidter Salzgrotte von Uschi Prüß ist eine von über 300 Salzgrotten in Deutschland: „Wir haben für Sie das Meer nach Rheidt geholt.“

Die Gastgeberin öffnet die Grotte für das Netzwerktreffen der Bonn Femmes und zaubert eine angenehme Stimmung von Entspannung und friedlicher Gemeinsamkeit. Sie erzählt etwas über die verschiedenen Salze und wie ihre Mineralien und Mikroelemente wohltuend auf unseren Organismus wirken. Das Klima in der Grotte entspricht den natürlichen Bedingungen am Meer. Das Klima beim Netzwerktreffen hat an diesem Abend vielleicht auch deshalb etwas von Kurzurlaub.

Die Stille und das Klima genießen

Salzgrotten sind künstliche Räume, in denen das Mikroklima einer natürlichen Salzhöhle simuliert wird. Plätscherndes Wasser, feinneblige Soleluft und meditative Klänge unter einer weißsalzigen Kuppel, vor der Stalaktiten hängen, an denen kleine Kristalle glitzern. Das Licht ist rosa, gelb und hellblau. Die salzhaltige Luft ist angenehme 21°C warm, die Luftfeuchtigkeit beträgt um die 45 Prozent. Auf dem ganzen Fußboden verteilt liegt eine dicke Schickt weißer Salzkies, auf dem die bestrümpften Füßen schreiten wie auf Zensand – in Richtung Liegestühle.

Soweit die Fakten. Was hier zählt, sind aber nicht die technischen Daten – es ist die Atmosphäre. Der Ton einer Klangschale erfüllt den Raum und alle Körperzellen vibrieren. Obwohl wir die „Leise_miteinander_reden_Gruppe“ sind, verfallen wir in tiefes Schweigen. Keine will jetzt sprechen. Nur atmen, die Augen schließen, die Gedanken wegschicken, die Füße hochlegen, sich in die warme Decke kuscheln und Ruhe finden.

45 Minuten das Nichts genießen, immer wieder abdriften in eine leichte Benommenheit oder in einen kurzen Schlaf.

Das Wasser plätschert.

Die Töne tanzen über die Wände.

Ich sehe die Farben auch hinter den Lidern. Orange. Lila. Schwarz.

In Echtzeit liege ich hier und lausche meinen Atemzügen, spüre meine warmen Hände.

Das Wasser plätschert.

Die Gespräche murmeln nach der Grotte wieder leise an. Ulla Menger leitet die Klüngelrunde ein.

24 Stunden später

Schon gestern sickert angesichts der farbigen Salze meine salzhaltige Vergangenheit durch. Ich kenne all diese Farben und Formen der kristallinen Salze, seit mein Vater mir als kleines Mädchen einen Leckstein schenkt. Ein glatter fast durchsichtiger Salzstein, der vielleicht eher für Rehe gedacht war als für mich. Aber ich habe ihn einige Jahre mit mir herumgetragen und immer wieder daran geleckt.

Uschi Press Portrait Rheidter SalzgrotteEine ansehnliche Sammlung bunter Kristallsalze steht bis heute in seiner Mineralien-Vitrine. Rosa, hellblau, weiße und orangefarbene Salzsteine, die er zum Teil selbst aus verschiedenen Stollen geklopft hat. Das warme Licht der Salzlampen bei Uschi Prüß ist für mich ein Stück Heimat.

Kontakt und Anmeldung: Uschi Prüß, Rheidter Salzgrotte 

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