Smart Boarder

Ein Praxis-Kurs für Smartboard-Surfer

Smartboard VHS SiegburgÜberraschung vorweg: Den Smartboard-Kurs habe ich bei der VHS absolviert. Hightech in der Volkshochschule. Die Volkshochschule Rhein-Sieg in Siegburg hat bisher zwei dieser Geräte und bildet ihre Kursleiter/innen darin aus.

… wie ein großes Tablet

Als digitale Tafel ersetzt das Smartboard so nach und nach die klassische Schultafel und das Whiteboard. Von der Haptik und Handhabung mutet es an wie ein großes aufgestelltes Tablet, auf dessen Oberfläche man außerdem spontan schreiben kann. In Workshops und Seminaren kann ich damit deutlich mehr „machen“ als mit einer „normalen“ Präsentation über einen Beamer. Die Kursteilnehmer/innen können mit interaktiven Elementen „spielen“, also zuordnen, verschieben, unterstreichen, markieren, mit Hintergrundwissen aus dem Internet verbinden usw. Wer Spaß am Tablet hat, die/der wird auch das große Smartboard mögen.

Das Video des Herstellers Smart® zeigt, wie man das Smartboard im Unterricht einsetzen kann.

Um das Smartboard in all seinen Funktionen zu beherrschen, ist wie bei allen Geräten Übung nötig. Es hat nach meiner vorläufigen Einschätzung zwar weit weniger smart-Elemente als mein Telefon, was seiner Funktion jedoch keinen Abbruch tut. Das Smartboard repräsentiert den gegenwärtigen Stand der Präsentationstechnik und macht vor allem auch den Teilnehmer/innen Spaß, weil sie die Optik von ihren eigenen Geräten bereits kennen.

Erreicht das Smartboard das Boarder-Herz?

snowboarderin-girlBoarder sind ja vor allem Surfer, Skater und Snowboarder. Boarder sein ist eine Haltung, eine Überzeugung, ein Lebensprinzip. Männer- und Frauenherzen schlagen ein Leben lang für das selbst gewählte Los. Wie sie sich dafür entscheiden? Das ist ein (sportlicher) Moment, der sich tief in die Membranen brennt. Ein unter der Haut liegendes, sich über den Körper und seine Grenzen hinausgehendes und für die Umwelt unsichtbares Tattoo. In Zeiten, in denen der sportliche Einsatz nicht mehr so extrem ist (surfen, skaten, snowboarden in jeder freien Minute), breitet sich die Boarder-Aura auf benachbarte Bereiche aus: Virtuelle Welten, Internet-Surfen und Technik-Affinität inklusive der verschiedenen Smart-Formate.

Nicht alles, was sich Board nennt, erreicht das Boarder-Herz. Auch wenn die Devise lautet „Why are they so easy to use?“ – das Smartboard ist recht weit weg von einem sportlichen Körperereignis. Als interaktive Projektionstafel ist es aber mehr als eine Leinwand und als Lehr“kraft“ kann ich einige Skills damit erwerben. Wichtig ist wie bei allen Präsentationen, dass ich funktionsspezifisch damit arbeite – und nicht seitenlange Textseiten darauf projiziere, die dann als Buchstabenwüste vor den Augen flimmern (bekannt ist dies weithin auch aus Powerpoint-Präsentationen). Es wäre ganz wunderbar, wenn alle Schulen mit Smartboards ausgestattet wären und damit den Kids schon in der Lehrmethode einen großen didaktischen Gefallen zu tun – aber natürlich sind die Tafeln teuer und die Budgets der Schulen sind selten boardgerecht.

Wo kommen die Boarder her?

sinus_milieus_in_deutschland
Sinus-Milieus® Themenkarte Nr. 1

Beim Bevölkerungsanteil sind die Boarder – orientiert man sich zum Beispiel an den Sinus-Milieus® in ungefähr drei Kartoffelmengen (so nennen die Sinususer ihre Cluster) anzutreffen: 8 Prozent im Milieu der Performer (engl. High Achiever milieu), 8 Prozent im Expeditiven Milieu (engl. liebevoll Movers and Shakers milieu) und 15 Prozent im Hedonistischen Milieu (engl. Escapist milieu).

Das sind drei junge am Rande der Gesellschaft angesiedelte Milieus mit immerhin 26 Prozent am gesamten Bevölkerungsanteil. Wie viele davon Boarder sind, ist nicht bekannt, weil  Boardersein natürlich keine wissenschaftliche Kategorie ist und meines Wissens daher auch nicht von Sinus abgefragt wird.

Da die Sinus-Milieus® nicht nur dazu geeignet sind, eine Selbstverortung und die Einordnung meiner nächsten Geliebten und Ungeliebten vorzunehmen, sondern auch zur Analyse von Zielgruppen herangezogen werden, lohnt es sich, für den Zusammenhang mit dem Thema dieses Blogs den folgenden Sinustext in Bezug auf das Expeditive Milieu (engl. liebevoll Movers and Shakers Milieu, 8 Prozent) zu lesen: „Die ambitionierte kreative Avantgarde: Transnationale Trendsetter – mental, kulturell und geografisch mobil; online und offline vernetzt; nonkonformistisch, auf der Suche nach neuen Grenzen und neuen Lösungen.“ *

Surfboard green blue red orange…. aus dem Performer Milieu

Als Nutzer für das Smartboard kommt aber vor allem das Milieu der Performer (engl. High Achiever Milieu, 8 Prozent) in Frage: „Die multi-optionale, effizienz-orientierte Leistungselite: globalökonomisches Denken, Selbstbild als Konsum- und Stil-Avantgarde; hohe Technik und IT-Affinität; Etablierungstendenz, Erosion visionären Elans.“ *

Fazit

Smartboards machen Spaß. Sie sind eine lohnende Herausforderung für die Seminargestaltung und daher empfehle ich allen, die Gelegenheit zur Nutzung haben, es unbedingt einmal auszuprobieren. Je nachdem, wie die Zusammensetzung der Kurs-Teilnehmer/innen ist, erwarten zumindest die Performer-Vertrer/innen (engl. High Achiever Milieu, 8 Prozent) den Einsatz neuester Technik.

 

  • Beide Zitate sind der Sinus-Themenkarte Nr. 1 Die Sinus- Milieus® in Deutschland entnommen (siehe Abb.)

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