Gib´mir was auf`s Trommelfell

Die Muttertrommel

Muttertrommel1Der gestrige Bonn Femmes Netzwerkabend: ein starkes räumliches Erlebnis – eine Durchdringung von Ton und Vibration.

Eine Muttertrommel ist eine große Trommel, ca. 1,10 m im Durchmesser. Sie ist mit Pferdehaut bespannt und sobald man das weiß und die Augen schließt, während sie dröhnt, galoppieren First Nation Reiterinnen bzw. romantisch verklärt und politisch inkorrekt: Indianerinnen auf ihren Pferden vorbei. Die Hufe der Pferde donnern über die staubbedeckte Erde, roter Sand, grauer Stein. Wüsste ich das nicht mit der Pferdehaut, dann sähe ich wogende braune Körper, es könnten Pferde- oder Bergrücken sein. Fast alle sehen das Braune hinter den geschlossenen Augen. Die Trommlerin sagt, das ist, weil die Trommel Mutter Erde ist.

Wann gehst du in die Welt?

Michaela Baltz MuttertrommelMichaela Baltz schlägt die Muttertrommel. Sie macht das intuitiv und geht auf eine schamanische Reise, auf die sie Eine(n) oder Mehrere mitnimmt. Ihre Stationen sind Tiefenentspannung, Seelengenesung, Transformation und Freude am gemeinsamen Sein. Ihre Frage: Wann gehst du in die Welt? bedeutet Verbindung herzustellen mit den Kräften des Universums. Michaela fühlt sich dem europäischen Schamanismus verbunden. Als European Native, weil wir mit den indigenen Völkern anderer Kontinente vielleicht nicht so viel gemeinsam haben. Mehr Informationen gibt es dazu beim Schamanischen Netzwerk Europa.

Die Muttertrommel tönt aufs Trommelfell. Und rund ums Fell herum auf alles, was in Schwingung geraten kann: Adern, Blut, Erinnerung, Gedanken, Haut, Organe, Zellen – um das mal andeutungsweise in alphabetischer Reihenfolge aufzuzählen. Die Aura tanzt, wenn die Muttertrommel trommelt.

Muttertrommel2Wenn die Trommlerin trommelt, dann legt sich eine unter die Trommel. Unter dem Trommelzylinder findet sie eine Energie, die sie sonst vergebens sucht. Die Energie ist einzigartig, sie weist einen Weg. Einen Weg in die Weite. Sie öffnet den Blick für das, was manche Wüste nennen, weites Land, Horizont. An diesem Netzwerkabend liege ich nicht unter der Trommel, sondern ich schlage sie in der Gruppe. Erstaunlich, wie schnell wir in einen gemeinsamen Rhythmus kommen. Die Klöppel aus heimischem Holz liegen gut in der Hand. Mit der rechten Hand schlage ich, die linke halte ich knapp über die bespannte Oberfläche und spüre der Resonanz nach. Die Resonanz breitet sich im Raum aus und das Dröhnen ist so gewaltig, dass Eine die Heizung festhalten muss, die vor Freude von der Wand weg will.

Es fällt für jede was ab

Eine(r) kann mit einem Thema kommen und Michaela Baltz lässt die Trommel dazu sprechen. Für mich ist es eine neue Möglichkeit, Sachen loszulassen, die sich an mir festgekrallt haben. Ich schlage die Trommel und durch die Vibration fällt alles ab. Für Jede(n) fällt hier was ab.

Der Erfinder und Bauer der Muttertrommel ist Stephan Bergmann. Er hat einige Videos im Netz, hier ist eins:

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