100 Prozent sind ein Anfang

Mehrere Hunderter-Erfahrungen in kürzester Zeit lassen mich resümieren: 100 Prozent sind ein Anfang. Die Summe ist mehr als ihre Teile. Hier und heute in diesem Blog geht es „nur“ um die Teile.

erfolg

Teil 1: Die Agentur wird 100 (Tage)

Seit 100 Tagen bin ich jetzt mit der Agentur content artists „unterwegs“. Was in diesen 100 Tagen alles geschah ist ein Gedicht für jede Geschichtenerzählerin und in meiner selbst geschriebenen Stellenbeschreibung steht Storytelling im Titel. Dass so viele Dinge überhaupt in so kurzer Zeit passieren können…. Als überzeugter Fan der Relativitätstheorie glaube ich daran, dass Zeit ein dehn- bzw. pressbarer Zustand ist und ich daher unendlich oder zumindest 100 Prozent viel Zeit habe, darüber nachzudenken und die Erfahrungen zu verwerten. Glück gehört auch dazu: Ich habe bereits einige Projekte als Dienstleisterin für Sprachdesign erfolgreich abgeschlossen.

Teil 2: Mein 100. VineVideo

vineschriftAm Wochenende habe ich meinen 100. Vinefilm produziert (remember? Vine=6-Sekunden-Kurzfilm). Da mir die magische Zahl im Produktionsprozess nicht bewusst war, ist es kein besonderer Film geworden und hat auch die 100 nicht zum Thema. Ein Allerweltsvine sozusagen, ein simpler Zeitrafferfilm mit aufgehendem Mond (siehe ganz unten). Aufmerksam auf mein eigenes Jubiläum hat mich eine Kollegin gemacht: „Oh, du hast schon 100 Filme gemacht!“ Äh, ja, stimmt. Jetzt wo sie es sagt. Irgendwie habe ich auch die virtuelle Gratulation von Vine verpeilt. Das führt mich direkt zu Teil 3.

Teil 3: Ich bilde mich fort an der Vine-Academy

vine-academyKoinzidenz, Zufall oder Fügung – einerlei welcher Vokabel ich den Vorzug gebe. Zum Zeitpunkt meines 100. Kurzfilms nehme ich am Vine-Basis-Workshop der Vine Academy in Köln teil, um mein self-made-auf-Begeisterung-beruhendes-Movie-Talent mit echtem Knowhow zu unterfüttern. Das Wort Basis deutet an, wo ich stehe. Also noch etwas entfernt von 100 Prozent. Mein Horizont erhält eine exorbitante Erweiterung und meine Finger eine gehörige Lektion; ab jetzt geht es mit der Qualität der Filme ein gutes Stück aufwärts. Das mit den 100 Prozent ist ja die Suche bzw. der Versuch nach dem perfekten Film. Den wird es so nicht geben, weil Film immer auch Geschmackssache ist. Doch eine Annäherung mit Hilfe von sauberer Dramaturgie und professionellem Mitteleinsatz schadet der Fantasie nicht. Im Gegenteil: Sie bieten ihr einen goldenen Wagen in ungeahnte Höhen, also mindestens 100 Kilometer in die Atmosphäre hinein.

Teil 4: 100 neue Gesichter

Nicht, dass ich in meinen früheren Jobs isoliert war – ich habe in den vergangenen Jahren an gefühlt 100.000 Tagungen, Workshops, Veranstaltungen und Sitzungen teilgenommen – so viele Menschen in so kurzer Zeit habe ich aber noch nicht kennen gelernt. Und nicht nur virtuell, sondern in echt, von Angesicht zu Angesicht. Darüber freue ich mich außer Saison wie eine Schneekönigin. 100 Punkte für alle diese Menschen. Danke für die viele freundliche Unterstützung und das konstruktive Feedback.

Teil 5: 100 neue Erfahrungen

100 neue Erfahrungen hier aufzuzählen würde den Rahmen sprengen und auch wenn ein Blog mal Tagebuch-Charakter hatte, diese Zeiten sind endgültig vorbei. Also her mit der Prioritätenliste:
1. Auch ein Leben ohne Arbeitsvertrag macht Spaß
2. Es ist nicht anstrengend meine eigene Chefin zu sein
3. Mein innerer Schweinehund ist und bleibt ein Schoßhündchen (d.h. einmal hinterm Ohr gekrault und schon macht er was ich sage)
4. Mein Gehirn und ich streben nach Einheit.

Die letztgenannte Erfahrung müsste eigentlich auf Platz 1 stehen. Ich habe sie auf den vierten Rang verwiesen, weil sie erst 100 Tage zählt und ich nicht sicher bin, ob es dabei bleibt. Vielleicht ist mein Gehirn geschmeichelt, weil ich mich so viel mit Gehirnforschung, Neurolinguistik und dem Denken an sich beschäftige. Vielleicht sind wir dadurch auch mehr zusammengewachsen. Vielleicht. Die restlichen 96 neuen Erfahrungen bewegen sich sowohl auf der kreativen als auch auf der strukturellen Ebene, und einige gefühlsmäßige sind auch dabei. Da es mir angesichts unserer endlichen Existenz (glücklicherweise) nicht vergönnt ist 100 Prozent Erfahrungen zu machen und es mir auch grundsätzlich schwer fallen dürfte, zu beurteilen wie viele gemessen an der Gesamtheit meiner zu machenden Erfahrungen ich jetzt schon gemacht habe, lehne ich mich zufrieden zurück und lächle. 

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