Sprachschatz 18: Seekuh

24 tierische Sprachschätze Adventskalender

Als Christoph Kolumbus auf seiner Reise durch die Karibik Seekühe sichtete, beschrieb er sie als Meerjungfrauen. Jules Verne festigte diese visuelle Wahrnehmung in seinem Roman 20.000 Meilen unter dem Meer. Der Kryptozoologe Bernard Heuvelmanns erklärt das so:

„Da die Ruderschwanzseekuh ein Paar brustständige Zitzen besitzt – wie ihr Cousin, der Elefant, und auch der Mensch – und ihr Körper sich zu einem fischartigen Schwanz verjüngt, ist sie auf beiden Seiten des Atlantik immer als die faszinierende Meerjungfrau angesehen worden, trotz ihres (in unseren Augen) häßlichen Gesichts – und derselben Zeichen wegen galt sie als kannibalisch und wurde der schlimmsten Verbrechen verdächtigt.“

Bernd Heuvelmans: Übersetzung nach Richard Ellis: Seeungeheuer – Mythen, Fabeln und Fakten. Birkhäuser, Berlin 1997. 

 

Mehr in: Meertext, Navigation im Meer der Worte, Bettina Wurche, Biologin und Journalistin

 

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