sich selbst pushen

Bildzum Buch „The Icarus Deception“ von Seth Godin.

Für einen Motivationsschub in die Staaten zu reisen ist im Moment leider nicht drin, also lese ich Seth Godins Buch. Ich lese auch regelmäßig seinen Blog. Respekt! der Mann schreibt wirklich fast jeden Tag etwas zu den klassischen amerikanischen Themen wie „Du kannst es!“, „Wovor hast du Angst?“, „Sei mutig!“ und „Mach´dein Ding!“.

So auch in Icarus Deception: Die Ikarus Lüge besteht darin, dass wir immer nur einen bestimmten Teil der Sage erzählen – den, wo Ikarus entgegen seines Vaters Rat zu nah an die Sonne fliegt, das Wachs aus den Flügeln schmilzt und Ikarus tot ins Meer stürzt. Die Lektion aus der Geschichte: Gehorche deinem Vater (König, Boss) oder du stürzt ab. Dass der Vater auch den Rat gibt, wegen der Wellen nicht zu tief zu fliegen, wird meistens unterschlagen. Zu tief zu fliegen ist aber viel gefährlicher als zu hoch, denn man fühlt sich sicher. In unserem kollektiven Bewusstsein besteht die Ikarus Sage aus der Warnung „Fliege nicht zu hoch!“

Seth Godin formuliert daraus die Aufforderung „How high will you fly?“. Er motiviert die Leser/innen sich aus der Bodenhaftung zu lösen, abzuheben, erst einmal hoch, weit hoch und bei der Sonne sind wir dann noch lange nicht.

Wofür brauchen wir diesen Anschubser? Geht es um wichtige Lebensentscheidungen? In der Tat: Es geht Seth Godin darum, guten Ideen und vor allem den Menschen, die sie haben, eine Chance zu geben: hauptsächlich im Beruf, generell aber für eine möglichst große Übereinstimmung der persönlichen Komfortzone und der gefühlten Sicherheitszone. Sich selbst verwirklichen. Authentisch sein. Schräg sein. Sich Peinliches getrauen. Dem eigenen Witz vertrauen. Auf seinen Bauch hören. Godin nennt es Kunst, weil Kunst immer die Möglichkeit bietet, subversiv, authentisch, schräg, peinlich und witzig zu sein. Und weil wir „den Künstler in uns“ nicht mal eben so aus dem Ärmel schütteln, brauchen wir Starthilfen.

Ich mag die Art von Leichtigkeit, wie Seth Godin das gelingt. Wie er Duke Ellington, Ray Bradbury, James Joyce, Keith Richards und Krishnamurti zitiert. Ohne Leuchtmarker in der Hand braucht niemand dieses Buch zu lesen, anstreichen! markieren! Wem das Pathos darin nicht gefällt, hat wahrscheinlich von vornherein die Hände davon gelassen, denn das Cover leuchtet in neongrün mit neongelb. Mir gefällt`s und ich empfehle es allen, die sich selbst Mut machen wollen.

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